Ganz früher war das Grün der Bäume und blühende Obstbäume schmuck genug
Das grün der Bäume im Winter und Obstbäume die in der Wärme der Stube nochmals geblüht hatten, gaben Hoffnung und überbrückten die dunklen Tage. Historisch wurden die Bäume vom 21. Dezember bis zum 6. Januar aufgestellt und man glaubte, dass sie gute Geister enthalten.
Der erste Schmuck war essbar
Vor ca. 500 Jahren wurden dann haltbare essbare Dinge an den Baum gehängt. Dazu gehörten Äpfel, Nüsse und Lebkuchen. Die Armen - und später die Kinder durften das dann "runterschütteln". Vor ca. 200 Jahren wurden Nüsse angemalt und es entstanden die ersten Strohsterne, die wir heute noch kennen.
Hinzu kamen Kugeln aus Glas und später Metall, die Glanz in den Baum brachten. Kerzen waren damals noch sehr rar. Die erste Lichterkette wurde aber bereits 1885 hergestellt, und ab den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden immer mehr Bäume damit beleuchtet.
"Dresdner Pappe" ist ein traditioneller Baumschmuck aus Dresden
Die Dresdner Pappe ist ein filigraner Schmuck aus geprägtem Karton. Die Figuren wurden im Hohlprägeverfahren hergestellt und häufig mit Metallfolie kaschiert, um sie den teureren, geprägten Metallobjekten zum Verwechseln ähnlich zu machen. Die erschwinglichen, leichten Kartonobjekte fanden als Weihnachtsschmuck verwendung und gehören heute zu Sammelobjekten.

